SAKRAMENTALIEN

SAKRAMENTALIEN

 

 

Devotionalien

 

Devotionalien (von lat. devotio, Andacht, Verehrung) sind meist geweihte Gegenstände, die der religiösen Andacht und Frömmigkeit dienen.

Dabei handelt es sich oft um dingliche (materielle) Sakramentalien.

Zu den Devotionalien gehören Kruzifixe, Kerzen, Rosenkränze, Medaillen, Skapuliere, Marien- und Heiligenbilder, Heiligenfiguren u.a.

Viele Menschen tragen Devotionalien immer bei sich, wie zum Beispiel Medaillen um den Hals, sie haben dann für den Besitzer einen hohen persönlichen Wert. Die Träger der wunderbaren Medaille oder des Skapuliers vom Berge Karmel erhoffen sich besondere Hilfen der Muttergottes.

Devotionalien, die als Heilszeichen den Sakramentalien zugehören – sind Ausdruck und Zeichen der Gebetshaltung, der Hoffnung, des Vertrauens und der Bitte des Trägers bzw. der ganzen Kirche. Sie sollen den Menschen helfen, Gott, Maria und den Heiligen nahe zu sein. Sie sind auch Ausdruck einer Bitte oder eines ständigen Anliegens.

 

Die Sakramentalien

 

Sakramentalien sind heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden

 

Sakramentalien nennt man die Segnungen und Weihungen der Kirche und auch die gesegneten und geweihten Gegenstände selbst.

 

Die Sakramentalien sind von der Kirche eingesetzte Heilige Zeichen, welche die verschiedenen Lebensumstände heiligen sollen.

 

Durch eine Segnung wird vom Diener der Kirche der Segen Gottes auf Personen oder Sachen herabgefleht.

 

Beispiele für Segnungen von Personen: Kindersegnung, Muttersegen, Krankensegnung, Segnung von Jubelpaaren, Pilgersegen, Blasiussegen u.a.

 

Beispiele für Segnungen von Sachen: Segnung von Speisen, Wohnungen, Häusern, Autos, Segnung von öffentlichen Gebäuden, sozialen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Büroräumen, Banken u. v. a. Eigens erwähnt soll noch der Wettersegen werden. Auch Tiere können gesegnet werden.

Eine besondere Stellung nimmt der Exorzismus ein.

 

Durch eine Weihung (Weihe) werden vom Diener der Kirche bestimmte Personen oder Sachen nicht nur gesegnet, sondern auch für den Dienst vor Gott geheiligt.

 

Beispiele für die Weihung von Personen: Weihe von Äbten und Äbtissinen, Jungfrauenweihe.

 

Beispiele für die Weihung von Sachen: Wasser (Weihwasser, Taufwasser), Salz, Kerzen, hl. Öle, Palmen, Kreuze, Bilder, Rosenkränze, Medaillen, Skapuliere u.a.

Außerdem die Weihe von Kirchen, Kapellen, Altären, Friedhöfen…

 

Spender der Sakramentalien sind Bischof, Priester und Diakon (jeweils nach ihren Befugnissen). Einige Sakramentalien können auch von Laien gespendet werden.

 

Durch den Segen und durch den richtigen Gebrauch geweihter und gesegneter Sachen bekommen wir viele helfende Gnaden, werden von lässlichen Sünden gereinigt und vor manchen Versuchungen und Übeln bewahrt.

 

Geweihte Sachen darf man niemals zu Zwecken des Aberglaubens, der Wahrsagerei, der Magie, des Spiritismus usw. missbrauchen! Man kann nicht Gott und dem Satan zugleich dienen!

 

Die Sakramentalien nutzen am meisten, wenn man frei von schwerer Sünde ist und wenn man sie mit großem Gottvertrauen gebraucht.

 

Während bestimmte Sakramente zum Heil notwendig sind, sind die Sakramentalien nicht zum Heil notwendig, allerdings sehr wertvoll und zu empfehlen.

 

Sakramentalien abschaffen oder verändern oder neue einführen kann nur der Apostolische Stuhl.

 

Heiliger Augustinus

Die Zeichen der göttlichen Dinge sind sichtbar, aber verehrt werden in ihnen die unsichtbaren Dinge.

 

Heilige Anna Katharina Emmerich über geweihte Sachen:

Über ein geweihtes Kreuz sagte sie: „Die Weihe leuchtet wie ein Stern! Halte es hoch in Ehren!...“

Als jemand ihr ein geweihtes Muttergottes Bildchen brachte, sagte sie: „Es ist gesegnet. Bewahre es gut und lass es nicht unter unheiligen Sachen liegen. Wer die Muttergottes verehrt, den ehrt sie wieder bei ihrem Sohn. Diese Sachen sind, ans Herz gedrückt, sehr gut in Anfechtungen; bewahre sie ja gut!“

Als ihr ein anderes Bildchen gebracht wurde, legte sie es sich auf die Brust und sagte: „Ach, die starke Frau! Dieses Bild ist am Gnadenbild beführt!“

Ein Pilger gab ihr einmal einen gläsernen Behälter, in dem sich eine Benediktusmedaille befand. Anna Katharina sagte: „Es ist ein geweihter Benediktus-Pfennig; er ist mit einem Segen geweiht, welchen Benedikt seinem Orden zurückgelassen hat, und gründet sich auf das Wunder, wie ihm seine Mönche Gift zu trinken gaben und auf sein Kreuzzeichen der Becher zerbrach. Er ist gegen Gift, Pest, Zauberei und teuflische Anfechtungen.“ Und sie erkannte noch etwas: „Der rote Samt, worauf er genäht ist, ist über dem Grab von Willibald und Walburga gelegen; er ist von dem Ort, wo Öl aus den Gebeinen der Walburga fließt…“

 

Niemand zwingt uns, Sakramentalien zu gebrauchen (also etwa Weihwasser, geweihte Kerzen, geweihte Medaillen usw.), aber wenn jemand sie ablehnt und meint, sie nicht zu brauchen, so könnte ihm leicht dasselbe passieren, was einem passieren kann, der sein Haus in keiner Weise gegen Einbrecher absichert: Er sperrt am Abend die Haustüre nicht zu, er lässt in der Nacht Fenster offen, er lässt Wertgegenstände offen herumliegen. Einbrecher werden sich freuen! In die Seele wollen andere „Einbrecher“ hinein!

 

Wie soll man geweihte Dinge aufbewahren bzw. wie soll man sie bei sich tragen?

Geweihten Sachen soll man einen würdigen Platz geben, sie in Ehren halten und regelmäßig reinigen.

 

Quellen:

Licht und Kraft für jeden Tag von Pfarrer Gerhard Myrbach

Kathpedia

 

Devotionalienweihe

Bitte lassen Sie Ihre gekauften Devotionalien von einem katholischen Priester weihen. Dies kann direkt nach der Heiligen Messe in der Sakristei passieren.

Devotionalien werden auch jeden Mittwoch im katholischen Sender K-TV im Anschluss an die abendliche Heilige Messe geweiht. 

Wer den Sender bei sich im Fernsehen nicht empfangen kann - kann er seine Andanchtsgegenstände übers Internet weihen lassen.

KATHOLISCHES FERNSEHEN

Über LIVE STREAM erfolgen die Live-Übertragungen des Programms. 

 

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Geweiht werden: Wasser, Salz, Andachtsgegenstände, Wohnungen, Häuser, Büros, Autos, Medikamente aber auch kranke Personen. 

 

Umgang mit kaputten geweihten Sachen

 

Wer den Rosenkranz betet oder ein Skapulier trägt, der kennt das Problem: Religiöse Gegenstände, die durch einen Priester geweiht worden sind, können mit der Zeit und aufgrund der Nutzung kaputt gehen. Trotzdem sollte jeder Katholik ehrfürchtig mit ihnen umgehen und sie auf eine angemessene Weise entsorgen.

Was also konkret mit Bildern, Rosenkränzen, Kreuzen, Palmzweigen und anderen gesegneten Gegenständen tun, wenn diese kaputt gehen?

Nach Angaben des Codex des kanonischen Kirchenrechtes (CIC) unter Nr. 1171 müssen diese Dinge "ehrfürchtig" behandelt werden; sie "dürfen nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, selbst dann nicht, wenn sie Eigentum von Privatpersonen sind."

Wenn die Objekte nicht repariert werden können, verweist die Tradition darauf, dass sie verbrannt oder vergraben werden sollen. Bei einem Gegenstand, den man verbrannt hat, wird anschließend die Asche vergraben.

Die Tradition, geweihte Dinge an die Erde zurückzugeben, entstammt dem Gedanken, dass ein im Namen Gottes gesegneter Gegenstand zu Gott zurückkehren soll, so wie auch ein Mensch begraben wird.

Im Jahr 1874 gaben die Ritenkongregation und das Heilige Offizium formelle Bestimmungen zur angemessenen Entsorgung geweihter Gegenstände heraus.

Jegliches LeinenGewand oder Altartuch muss verbrannt und die Asche vergraben werden. Das überschüssige oder verunreinigte Weihwasser soll direkt auf den Boden geschüttet werden. Die Palmzweige müssen verbrannt werden, ihre Asche wird am Aschermittwoch verwendet. Gleicherweise sollen ein Rosenkranz oder eine Statue vergraben werden.

 

Von CNA Deutsch/EWTN News